PKW-Maut OK, aber kilometerabhängig NEIN!

Heute möchte ich meine persönliche Meinung zum leidigen Thema PKW-Maut kundtun.Ich denke dieses Thema wird über kurz oder lang alle Autofahrer betreffen und eine Einführung wird nicht verhindert werden können. Schade eigentlich, dass in Zeiten, unterdessen sogar gegen den Bau eines Bahnhofs demonstriert wird, nicht auch nur eine politische oder völkische Stimme laut ertönt welche Partei für den Autofahrer ergreift und vor allem beibehält.

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass das Thema PKW-Maut durchaus sinnvoll, und eine pauschale Nutzungsgebühr durchaus akzeptabel erscheint. Selbstverständlich muss das Geld dann aber auch für den Straßenerhalt verwendet werden. Doch damit soll ja nicht genug sein!

Variabel soll Sie werden, die liebe Maut. So dass wie derzeit üblich, der Spielraum weit nach oben offen gehalten wird. Denn wie beim Spritpreis gestalten sich Preiserhöhungen im Cent-Bereich deutlich einfacher durchsetzbar als im Euro-Bereich. Soll heißen, wer für einen Kilometer in Zukunft beispielsweise 0,19 € zahlen soll, der „verkraftet“ eine Erhöhung auf  0,21 € einfacher, als wenn beispielsweise ein Pauschalsatz von 100,00 € auf 110,00 € erhöht wird (obwohl der prozentuale Anstieg  nahezu identisch wäre).

Nichts desto trotz bezahlen Autofahrer sowieso genügend variable Anteile pro Kilometer, hervorgerufen durch Ökosteuer und deren Konsorten. Im Gegenzug ist es eine nahezu frevelhafte Behauptung, zu argumentieren den Autofahrer auf anderer Seite zu entlasten, beispielsweise durch Wegfall der KfZ-Steuer. Für alle „umweltbewussten“ Autofahrer ein Schlag ins Gesicht, denn wer in Zeiten von Abwrackprämie und Co ein Fahrzeug mit geringem CO2 Ausstoß (unter 120g/Km) geordert hat zahlt sowieso keine Steuer.

Der Volkswirtschaftliche Schaden durch eine variable Maut ist auch nicht ausser Acht zu lassen! Diverse Wochenends-Ausflügler werden sich ganz genau überlegen ob Sie an einem sonnigen Wochenende einen Ausflug in eine Ferienregion tätigen oder nicht.

Wer denkt Ihn betreffe dieses Thema nicht, da man nicht zwangsläufig auf einen PKW angewiesen ist, der täuscht sich schicksalhaft. Denn sämtliche Unternehmen, Handwerker und Servicetechniker haben PKW und Transporter im Einsatz. Wer erwartet die Mehrkosten die durch eine variable Maut entstehen werden, würden nicht direkt auf die Produkt- und Dienstleistungspreise aufgeschlagen und somit direkt an den Endverbraucher weitergegeben, verschließt seine Augen vor der Realität.

Weiterer Nachteil werden noch überfülltere Landstraßen und Innenstädte sein, da viele Autofahrer den Mehrkosten entgehen möchten. Ein blanker Hohn, wenn man bedenkt dass Autobahnen gerade dies verhindern sollten und Städte sowie Gemeinden entlasten. Selbstverständlich steigt hierdurch auch das Unfallrisiko wieder erheblich.

Die Vorteile einer pauschalen Maut für Bundesbürger liegen dagegen klar auf der Hand. Berechenbarkeit! Egal ob ein Kurzurlaub am Wochenende oder der Besuch bei Bekannten, es ist im Pauschalpreis mit drin. Identisch zu einer Flatrate sorgt dies einfach für mehr Akzeptanz und Kostensicherheit. Wer würde schon beispielsweise einen Fernseher kaufen, wenn der Verkäufer sagt, zum Kaufpreis kommt dann noch ein Stundensatz je nach Einschaltzeit hinzu.

Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass dieses Thema an sich sehr kontrovers ist, daher möchte ich an dieser Stelle nochmals kundtun, dass es sich hierbei nur um meine eigene Meinung handelt. Aber wenn diese euch zum Nachdenken anregt, so habe ich mein Ziel erreicht.

 

Euer Marv

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